Schwangerschaft und Diabetes

Während der Schwangerschaft kann sich, bedingt durch den veränderten Hormonhaushalt, eine spezielle Form der Zuckerkrankheit entwickeln. Bei rund 5% der Schwangeren vermag die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin zu produzieren, was zu Schwangerschaftsdiabetes führen kann. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft kann sowohl für die Mutter als auch das Kind gefährlich sein. Bei der Schwangeren droht zum Beispiel ein erhöhter Blutdruck, vorzeitige Wehen und häufigeres Entbinden durch Kaiserschnitt. Das Kind kann an Gelbsucht leiden, ein Atemnotsyndrom oder verstärktes Wachstum entwickeln (über 4000g bei Geburt).


Wie wird Gestationsdiabetes behandelt?

Wichtig ist eine Umstellung der Ernährung und ein langsamer Anstieg des Körpergewichts. Es bringt den Körper dazu, mehr Insulin zu produzieren und genügt oft, um Schwangerschaftsdiabetes zu behandeln. In seltenen Fällen ist eine Insulintherapie notwendig. Ein Diabetologe oder Facharzt leitet diese ein. Bei jeder Behandlungsform ist es aber unerlässlich, mehrmals täglich den Blutzucker zu messen. Im Falle einer Insulintherapie empfehlen Experten sechs Messungen pro Tag (vor jeder Mahlzeit und jeweils eine Stunde danach).
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